Weinkiste als Hocker mit verstecktem Stauraum

Lange Zeit stand diese Weinkiste im Keller und hat nur darauf gewartet, dass aus ihr etwas ganz Besonderes wird. Aus Wein- bzw. Holzkisten lassen sich so viele wunderbare Einrichtungsideen umsetzen. Eine Möglichkeit davon sind z.B. trendige Regale. Auch Ikea ist dem Trend nun gefolgt und bietet die  KNAGGLIG Holzkisten an. Doch ich möchte euch heute meinen blumigen Sitzhocker, gebastelt aus einer alten Weinkiste, zeigen. Auf diesem Hocker kann man nicht nur ruhen, er bietet auch einen versteckten Stauraum für jede Menge Krimskrams.




Meine Holzkiste hat die Abmessung BxHxT 31x26x46 cm. Ich konnte die Kiste glücklicherweise von einem netten Kollegen "abstauben", denn der hatte diese auf der Weihnachtstombola samt Wein gewonnen. Auf dieversen Onlineseiten u.a. Amazon kann man diese Kisten auch kaufen.



Durch den separat eingenähten Baumwollsack lassen sich so einige Utensilien darin verstecken. Den Baumwollsack habe ich mir selbst genäht und mit einem Klettverschluss am oberen Rand der Holzkiste befestigt, damit ich ihn zum Waschen ganz einfach entnehmen kann. Die rauhe Klettverschlussseite habe ich dabei mit einem Tacker an der Kiste befestigt. Die weiche Klettverschlussseite ist mit dem Stoff vernäht. Dadruch, dass der weiche Klettverschlussteil am Stoff ist und nicht der Rauhe, werden andere Kleidungsstücke beim Waschen nicht beschädigt.



Für das Sitzpolster habe ich zunächst eine etwa 1,5 cm starke Holzplatte auf die Größe der Weinkiste zugeschnitten. In meinem Fall war die Abmessung der Holzplatte dann 31x46x1,5 cm. Damit die Platte auch nicht verrutscht habe ich links und rechts zwei Querhölzer angeschraubt. Baufachmärkte wie Bauhaus oder Obi schneiden einem auch die Hölzer zu. Den Schaumstoff (ca. 5 cm dick), der als Sitzpolster dient, habe ich mit einem Polsterstoff überzogen und diesen dabei an das Holzbrett getackert. Es ist einfacher wenn man sich jemand dabei zur Hilfe holt. Insgesamt habe ich für diese Kiste schon einen Tag Zeit investiert aber bin umso glücklicher über das Ergebnis :-)




Alle Infos und Materialien zusammengefasst:
Holzkiste/Weinkiste z.B. Amazon
Baumwollstoff, Nähfaden und Klettverschluss z.B. Buttinette
Polsterbezug von DaWanda
Schaumstoff z.B. Bauhaus
Holzplatte z.B. Bauhaus
Holzlatte z.B. Bauhaus
Werkzeug: Tacker, Nähmaschine, Schrauben, Akkuschrauber


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Mein alter neuer Landhausstuhl

Es ist vollbracht. Endlich erstrahlt der Landhausstuhl, den ich bei ebay ergattern konnte, wieder in neuem Glanz. Man musste schon zweimal hinsehen und die wahre Schönheit dieses Stuhles noch zu erkennen. Mehrere alte Lackschichten, die zum Teil stark abgeplatzt waren, lenkten von den schönen Drechselungen und der schönen Sitzplatte ab. Aber das sollte kein Problem sein.



Mit mühevoller Schleifarbeit beseitigte ich den Altlack. Zunächst schabte ich mit einem Stemmeisen die Lackreste ab. Hartnäckige n Rückständen sagte ich mit dem Schleifpapier den Kampf an. Ich leimte eine Querstrebe der Rückenlehne neu, damit diese wieder den richtigen Halt hat. Du willst auch ein Möbelstück schleifen und weißt nicht so recht worauf es da ankommt? Ich habe alles Wissenswertes in folgendem Artikel zusammengefasst: Holz richtig schleifen - Möbel abschleifen



Mit Lack und Pinsel erhielt mein alter Stuhl nun einen neuen Farbanstrich. Ich wählte dabei den Farbton Altweiß in seidenmatt der Marke swingcolor von Bauhaus und war damit mehr als zufrieden.  Die Sitzfläche, mit den sternförmigen Bohrungen, ist ja ein ganz besonderer Hingucker. Leider hat meine Sitzplatte schon deutliche Gebrauchtspuren. Kurzzeitig habe ich überlegt eine neue Platte anzubringen, habe mich aber dagegen entschieden. Schließlich darf man dem Stuhl auch ein wenig ansehen, dass er schon lange Zeit dient. So gut es ging habe ich auch hier eine gute Schicht abgeschliffen und danach mit einer Beize gebeizt. Damit meine Sitzfläche auch einen ausreichenden Schutz hat, habe ich abschließend die Platte mit einem seidenmatten Klarlack besprüht. 


Ich bin sehr glücklich über meinen neuen "Mitbewohner" :-)

Liebe Grüße,
eure Christina

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Holz und Möbel richtig schleifen

Beim Schleifen von Holz gibt es einige Dinge die man beachten sollte. In diesem Artikel habe ich einiges Wissenswertes zum Schleifen von Holz, sowie dem Abschleifen und Anschleifen von alten Möbeln zusammengefasst. Dieses Wissen basiert auf eigenen Schleiferfahrungen, dem Wissen meines Vaters, der selbst Schreiner ist, und auf einige Rechergearbeiten im Internet. 


Ich selbst bereite sehr gerne alte Möbelstücke neu auf und verpasse ihnen ein neues und frisches Aussehen, dass sich auch gut zu moderer Einrichtung kombinieren lässt (hier geht`s zu meinen bisherigen Möbelprojekten "Möbelaufbereitung"). Doch dabei kommt es auf die richtige Vorbereitung des Holzes an.

Abschleifen oder anschleifen?
Bei meiner Schleifarbeit unterscheide ich zunächst ob ich das Werkstück komplett von alten Lack- oder Farbschichten befreie, oder ob ich die Oberfläche nur anschleife. Das ist vom aktuellen Zustand und vom gewünschten Endzustand des Werkstücks abhängig.

Möchte ich z.B. einen Esstisch, der starke Kratzer und Schmutzspuren hat, neu aufbereiten, so ist es sinnvoll diesen komplett abzuschleifen und danach die Oberfläche neu zu behandeln. Der Tisch soll schließlich wieder seinen ursprünglichen Zustand erhalten. Dies gilt auch für Möbelstücke bei denen der Altlack teilweise abgeplatzt ist.

Wenn ich ein altes Möbelstück wie z.B. einen Stuhl bearbeite und dem Ganzen einen neuen Farbton verpasse wie z.B. Weiß, dann reicht es aus die Oberfläche anzuschleifen, damit der neue Farbanstrich besser haftet. Ein komplettes abschleifen ist nicht erforderlich.

Welches Schleifmittel?
Es gibt verschiedene Arten von Schleifmitteln:

1) Schleifpapier
Beim Trockenschliff von Holzflächen ist das Trägermaterial meist aus Papier. Dieses Schleifpapier gibt es in verschiedenen Stärken und Körnungen. Ein grobes Schleifmittel, sprich mit niedriger Körnerzahl (z.B. K80), benötigt ein dickeres, strapazierbareres Papier. Je feiner, also je Höher die Körnung (z.B. K240), desto dünner das Papier. Um ein optimales Schleifergebnis zu erzielen ist eine harte, scharfe Körnung von Vorteil. Aus diesem Grund sind die Schleifkörner künstlich hergestellt. Aber was sagt die Farbe des Schleifpapiers aus?

braunes und gelbes Schleifpapier: Bei diesem Papier ist die Körnung aus Aluminiumoxid, auch als Korund bekannt (für Holzschliff)
blaues Schleifpapier: Bei diesem Papier ist die Körnung aus Siliziumkarbid, auch als Karborund bekannt (für Lackierzwischenschliff)

2) Schleifschwamm
Ein Schleifschwamm eigent sich für das Schleifen von Profilen. Jedoch sammeln sich durch das Schleifen Materialpartikel in den Ecken an, die später abgesaugt werden müssen.

3) Schleifvlies
Ein Schleifflies wird ebenfalls wie der Schleifschwamm für das Bearbeiten von Profilen und Drechselungen (siehe Foto) verwendet. Vorteil dabei ist, dass sich keine Partikel ablösen. Aus diesem Grund eigent sich das Vlies am Besten für das Schleifen von Drechselungen, da  es auch besonders flexibel ist und man damit an schwer erreichbare Stellen und Vertiefungen gelangt.

Welche Hilfsmittel gibt es beim Schleifen?
Beim Handschliff einer großen Fläche empfielt es sich einen Schleifklotz oder Schleifkork zu nutzen. Dabei wird das Schleifpapier um das Hilfsmittel gelegt. Alternativ gibt es auch Schleifklötze aus Kunsstoff, bei denen das Schleifpapier eingepannt werden kann. Durch den Klotz erzeugt man einen gleichmäßigen Schleifdruck auf die Fläche und erhält ein besseres Schleifergebnis. 

Welche Körnung sollte man wählen?
Beim Schleifen gilt generell zuerst grob, dann fein. Mit der feiner werdenden Körnung werden die Schleifspuren des vorhergehenden Schleifens beseitigt. Ideal zum Vorschleifen ist ein Papier mit der Körnung 120. Außer bei stärkeren Beschädigungen empfielt sich ein K80. Bevor man zur nächsten Körnung wechselt sollte man immer das gesamte Werkstück schleifen. Eine weitere, sinnvolle Abstufung der Körnung ist beispielsweise K80 - K120 - K180 -K240. Mit dieser Abstufung erhält man durchaus ein sehr feines Schleifendergebnis.
Wenn man ein Möbelstück jedoch nur anschleifen möchte genügt ein einmaliges Schleifen mit z.B. K120. Sollte sich das Schleifpapier schnell mit dem Schleifstaub zusetzen, dann wählt man ein gröberes Papier z.B. K100. Wenn sich ein Schleifpapier "zusetzt" ist damit gemeint, dass sich Staubverklumpungen/Altlackansammlungen auf dem Schleifpapier bilden. Das führt dann nur noch zu einem sehr schwachen Holzabtrag. Hilfreich ist es auch, wenn man während des Schleifens immer wieder das Papier ausklopft und das Werkstück mit einem Tuch oder Handbesten vom Schleifstaub befreit. Durch Ausprobieren verschiedener Körnungen (z.B. an einem Holzmuster) merkt man recht schnell welche Schleifpapierkörnung sich am besten eignet. Ganz nach dem Prinzip "learing by doing".

Weitere Schleifschritte?
Generell wird immer nur in Faserrichtung geschliffen. Schleift man quer zur Faser so würden tiefe Schleifspuren entstehen die sich nur sehr schwer wieder entfernen lassen. Wie bereits erwähnt sollte man während des Schleifvorgangs das Werkstück mit einem Tuch immer wieder vom Staub befreien, denn das verhindert, dass sich das Schleifmittel zu schnell mit Staub zusetzt. Wird das Schleifmittel stumpf muss es gewechselt werden. Möchte man sein Werkstück später lackieren, so empfielt es sich nicht zu fein zu schleifen, da dadurch der Lack schlechter haftet.

Muss ich mich beim Arbeiten schützen?
Da Schleifstaub gesundheitsschädlich ist, empfehle ich einen Mundschutz zu tragen. Schleift man mit einer Schleifmaschine sollte man zusätzlich eine Schutzbrille und Gehörschutz tragen.

Woher bekomme ich die Schleifmittel?
Schleifpapier und Zubehör erhält man in jedem Baumarkt.

Ich hoffe ich konnte hier ein paar hilfreiche und nützliche Infos geben. Bei Fragen kannst du dich gerne per Email bei mir melden (dekoelement@gmx.de) oder mir einen Kommentar hinterlassen.  Ich helfe gerne weiter. :-)

Liebe Grüße,
eure Christina



















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